Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

CDU – gesundheitspolitisch auf dem Holzweg

Wenn man den Bock zum Gärtner machen will.

„Wir müssen mit politischem Druck erreichen, dass das Krankenhaus noch eine lange Zukunft hat“, hat der Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag Paule im Kreis der Alsfelder CDU im Hinblick auf das Alsfelder Krankenhaus verlauten lassen.

„Aber es war genau diese CDU, die mit ihrem Partner, der Kreis-SPD mit der Kreissäge an die Äste des Krankenhauses losgegangen sind, als sie die Geburtshilfe und dann die Gynäkologie schlossen“ erklärt Michael Riese von der Kreistagsfraktion der LINKEN in einer Pressemitteilung.

Die CDU will auch mehr Geld für die Krankenhäuser im ländlichen Raum zur Gewährleistung der ärztlichen Versorgung der Menschen, die dort leben. „Das klingt gut, geht aber am eigentlichen Problem der Krankenhausfinanzierung vorbei, so Riese.

2004 wurde das Selbstkostendeckungsprinzip durch ein Fallpauschalensystem (DRG) zur Bezahlung aller stationären Behandlungen ersetzt. 

Für die Behandlungsfälle, bei denen der DRG-Erlös des Falles die tatsächlichen Kosten übersteigt, ergibt sich für das Krankenhaus ein Gewinn, die anderen Fälle sind entweder gerade noch kostendeckend oder eben defizitär.

Damit begann die finanzielle Leidensgeschichte vieler Krankenhäuser. Kommerzialisierung und Wettbewerb hielten damit Einzug und die Tür für private Krankenhäuser wurde geöffnet, erklärt Riese.

Während der Corona-Pandemie wurde die Abrechnung nach Fallpauschalen erstmal ausgesetzt. Es sei deutlich geworden, dass Krankenhäuser im Gesundheitssystem Betten, Personal, Geräte und Material vorhalten müssten. Wie die Gewerkschaften fordern, müsse das System der Fallpauschalen endgültig überwunden werden. Die Krankenhäuser brauchen eine solide Finanzierung für ihre Arbeit, so Riese weiter. Das treibe die Kosten nicht in die Höhe. Erst ab 2004, mit der Einführung der Fallpauschalen, seien die Krankenhauskosten stetig angestiegen, heißt es abschließend.