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ver.di fordert Verzicht auf Kündigungen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft fordert vom Papierverarbeitungskonzern STI, ausdrücklich auf Kündigungen im Werk in Grebenhain zu verzichten. Die Ankündigung, bis zu 110 Arbeitsplätze "sozial verträglich" abzubauen, sei nicht ausreichend. Die Beschäftigten und ihre Familien bräuchten eine sichere Zusage, dass es nicht zu Kündigungen komme, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft fordert vom Papierverarbeitungskonzern STI, ausdrücklich auf Kündigungen im Werk in Grebenhain zu verzichten. Die Ankündigung, bis zu 110 Arbeitsplätze "sozial verträglich" abzubauen, sei nicht ausreichend. Die Beschäftigten und ihre Familien bräuchten eine sichere Zusage, dass es nicht zu Kündigungen komme, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die angekündigte Teilschließung des Werks sei keineswegs zwingend, wenn gleichzeitig verkündet werde, in anderen STI-Werken im Vogelsberg neue Kapazitäten aufzubauen. Darüber müsse jetzt zuerst mit dem Betriebsrat verhandelt werden. Wenn es danach zu einer Teilschließung komme, müssten den betroffenen Beschäftigten gleichwertige Ersatzarbeitsplätze in den STI-Werken in Lauterbach und Alsfeld angeboten werden, so die Gewerkschaft.

Die STI-Gruppe, die in Grebenhain Aufsteller für die Warenpräsentation von Markenartikelherstellern fertigt, hatte am 4. November angekündigt, zur Kostenreduzierung bis zu 110 der insgesamt rund 400 Arbeitsplätze abzubauen. ver.di kritisiert, dass die Geschäftsführung den Betriebsrat viel zu spät über ihre Pläne informiert hat. "Praktisch zeitgleich mit der Unterrichtung des Betriebsrats wurde von der Geschäftsführung eine umfangreiche Presseinformation mit detaillierten Angaben zu den Schließungs- und Umstrukturierungsplänen verbreitet", kritisiert Manfred Moos von ver.di Hessen. "Wer so handelt, will offenbar den Betriebsrat überrumpeln und sich die Lufthoheit bei der Berichterstattung sichern."

Gegen den vom Management behaupteten Kostendruck durch Billiganbieter lasse sich nach Überzeugung von ver.di etwas tun: Der Arbeitgeberverband der Papier-, Pappe- und Kunststoffverarbeitung müsse endlich daran mitwirken, die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen oder im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Lohnuntergrenzen durchzusetzen. "Dies würde für einen fairen Wettbewerb sorgen und Lohndumping durch tariflose Firmen verhindern.