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Weihnachten für Schülerbetreuung?

In der Haushaltsberatung werden Möglichkeiten gesehen, die finanzielle Beteiligung des Kreises bei der Schülerbetreuung zu erhöhen.

Im Rahmen der Haushaltsberatungen des Vogelsbergkreises wurden auch Möglichkeiten einer finanziellen Beteiligung an den Kosten für die Schulkindbetreuung diskutiert. Noch gibt es keine Einigung, aber die Chancen stehen nicht schlecht. Nach einem Modell, das die Kreisverwaltung durchgerechnet hat, bekäme jede Grundschule mit einem Betreuungsangebot jährlich einen Sockelbetrag in Höhe von 5000 Euro sowie 150 Euro pro betreutem Kind bei Betreuungszeiten bis mindestens 16 Uhr. Schulen die früher Schluss machen erhalten den gleichen Grundbetrag aber nur 75 Euro pro Kind und Jahr. Die Obergrenze der Förderung durch den Kreis betrüge 50% der Elternbeiträge. Bislang finanziert der Kreis in erster Linie die entsprechenden Räumlichkeiten mit Nebenkosten.

"Wir begrüßen diesen Vorschlag außerordentlich", erklärt Dietmar Schnell, Kreistagsabgeordneter der LINKEN, "wir waren ja die ersten, die für eine solche Förderung öffentlich eingetreten waren, nachdem verschiedene Schulen auf das Problem hoher Kosten für die Eltern aufmerksam gemacht hatten. DIE LINKE hätte eine soziale Staffelung begrüßt, freut sich aber, dass im Interesse der Eltern und Kinder nun endlich Bewegung in die Sache komme. Es soll den Schulkonferenzen überlassen bleiben, ob die Gelder für eine Ermäßigung der Elternbeiträge oder für eine Verbesserung der Betreuung, z.B. durch mehr qualifizierte Kräfte, eingesetzt werden.

"Aus unserer Sicht wäre es die Aufgabe des Landes, hier für eine auskömmliche finanzielle Ausstattung zu sorgen", so Schnell weiter, "solange dies aber nicht geschieht, sollten Eltern und Schulen nicht im Regen stehen gelassen werden. Wir würden daher einem entsprechenden Beschluss in der Dezembersitzung des Kreistages zustimmen."